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Pro.Movere 2019: Preise an Prof. Dr. Holm Schneider und Georg Randlkofer

13.11.2019

Die Care-for-Rare Foundation und die Werner Reichenberger Stiftung haben heute mit ihrer gemeinsamen Initiative „pro.movere – mehr bewegen“ erneut zu gesellschaftlichem Engagement aufgerufen. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Alten Rathaus der Stadt München erhielt Herr Georg Randlkofer den Bayerischen Stifterpreis für sein vorbildliches philanthropisches Engagement. Der Care-for-Rare Science Award wurde Herrn Prof. Dr. Holm Schneider verliehen, er ist Leiter der Abteilung Molekulare Pädiatrie an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Erlangen. Prof. Schneider erhält die Auszeichnung für seine wegweisenden Arbeiten zur pränatalen Therapie einer Entwicklungsstörung.

Unter der Schirmherrschaft S.K.H. Franz Herzog von Bayern wurden heute zum siebten Mal der Bayerische Stifterpreis und der Care-for-Rare Science Award verliehen. Die festliche Preisverleihung fand im Alten Rathaus der Stadt München statt. Rund 250 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft waren anwesend. Die Initiative „pro.movere – mehr bewegen für München, Bayern und die Welt“ würdigt Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für unsere Gesellschaft, besonders für kranke und benachteiligte Kinder, einsetzen, und ruft gleichzeitig zu mehr bürgerschaftlichem Engagement auf.

Verleihung des bayerischen Stifterpreises an Herrn Georg Randlkofer (Inhaber Alois Dallmayr) für ehrenamtliches, stifterisches und bürgerschaftliches Engagement in der Stadt München, insbesondere für die Stiftungen „Lichtblick“ sowie „Neues Konzerthaus“ (Darüber hinaus war Herr Randlkofer ehrenamtlicher Handelsrichter (Träger der Medaille für Verdienste um die Bayerische Justiz), Gründungsmitglied der Tourismus Initiative München sowie Vizepräsident der Handelskammer etc.)

Der Care-for-Rare Science Award ging an Professor Dr. Holm Schneider für seine innovativen Forschungsansätze zur Therapie der Ektodermalen Dysplasie. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Erbkrankheit, die bereits im Säuglingsalter lebensbedrohlich sein kann. Betroffenen Kindern fehlt das EDA1-Protein. Daher werden keine Schweißdrüsen ausgebildet. Die Patienten können lebenslang nicht schwitzen, was zur Folge haben kann, dass sie an einer Überhitzung des eigenen Körpers sterben. Eine ektodermale Dysplasie lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft erkennen, bislang gab es jedoch keine Möglichkeit, die Krankheit zu therapieren. Holm Schneider und sein Team arbeiteten daher an einem neuartigen Ansatz zur Behandlung dieses seltenen Gendefekts. Sie konnten zeigen, dass ein Ersatz des fehlenden Proteins die Schweißdrüsenbildung normalisiert. Dazu wurde das an ein Transportmolekül gekoppelte Ersatzprotein ein- bis zweimal zwischen der 26. und 31. Schwangerschaftswoche in das Fruchtwasser gespritzt. Von dort gelangt es über einen bestimmten Rezeptor in der Darmwand in das fetale Blut und so zu den Wirkorten. Alle drei bisher behandelten Kinder bildeten dank dieses innovativen Therapieansatzes Schweißdrüsen aus. Sie konnten nach der Geburt ihre Körpertemperatur regulieren und waren keiner Lebensgefahr mehr ausgesetzt. Dieses neue Therapieprinzip könnte auch auf andere lebensbedrohliche Erkrankungen übertragbar sein.

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Klaus Cichutek, Direktor des Paul-Ehrlich Instituts (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel). Umrahmt wurde der Abend u.a. von musizierenden Patienten des Dr. von Haunerschen Kinderspitals. Der „raise your voice“ Programm-Kinderchor thematisierte die Notwendigkeit, kranken Kindern eine Stimme zu verleihen, damit sie ihre Anliegen in die Gesellschaft tragen können. 

Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Martha Wildemann

Tel: +49 89 4400-57981
Fax: +49 89 4400-57702