PD Dr. Dr. Christian Grimm ist Preisträger des Care-for-Rare Science Awards 2017

PD Dr. Dr. Christian Michael Grimm, Pharmakologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist mit dem Care-for-Rare Science Award 2017 ausgezeichnet worden. Dr. Grimm widmet sich der Erforschung von Demenzerkrankungen bei Kindern, insbesondere der seltenen neuronalen Ceroid-Lipofuszinosen (NCL). In einem Interview berichtet Christian Grimm ausführlich über sein Forschungsprojekt:

Können Sie kurz und allgemeinverständlich schildern, woran Sie gerade forschen?

Wir forschen an Proteinen im endolysosomalen System, also an Proteinen, die beteiligt sind an der Funktion von intrazellulären Organellen wie Lysosomen und Endosomen. Diese Organellen stehen in ständigem Austausch miteinander und regulieren den Transport, Abbau und das Recycling von Stoffen in der Zelle. Damit dies reibungslos funktioniert, brauchen die Organellen Transportproteine und Ionenkanäle in ihren Membranen. Wir arbeiten insbesondere an endolysosomalen Ionenkanälen. Um diese in ihrer Funktion zu untersuchen, nutzen wir eine modifizierte sogenannte patch clamp Technik. Diese Technik erlaubt es uns, Ionenströme, die über die Membranen dieser Organellen fließen, direkt zu messen. Wir sind momentan in Europa die Einzigen, die diese Technik beherrschen. Die Forschung an diesen Ionenkanälen ist deshalb so wichtig, weil Mutationen oder Verlust dieser Proteine nicht nur zu seltenen, aber sehr schwerwiegenden Erkrankungen führen wie der neurodegenerativen lysosomalen Speicherkrankheit Mukolipidose Typ IV. Dysfunktion dieser Kanäle resultiert auch in retinalen Defekten bis hin zur Blindheit, metabolischen Erkrankungen wie Hypercholesterinämie oder Defekten in der Melaninproduktion. […]

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